Samstag, 4. November 2017

Klopaierspitze (Klapoarspitze), 2914 m

Die großartige Klopaierspitze - das Steinbockparadies

Blick über den Grauner Berg und hin zum Ortler

Klopaierspitze, 2914 m



Die Klopaierspitze, auch Klapoarspitz, erhebt sich als mächtiger Berg über der kleinen Ortschaft Graun i. Vinschgau am Reschensee. Sie liegt inmitten einer herrlichen Landschaft und ist zugleich das Zuhause von Gämsen und Steinwild. Der Aufstieg durch die Rinne ist zwar steil und vor allem im Gipfelbereich sind Schwindelfreiheit und Trittsicherheit notwendig, wer aber am höchsten Punkt angekommen ist, dem erwartet ein traumhaftes Panorama.
Am Durchfahrtsverbotsschild (ca. 1700 m) starten wir und wandern über den Forstweg Nr. 5a durch den Wald hinauf zur Baumgrenze. Wir passieren einen kleinen See und ein Almhütte (2215 m), erreichen die Böden unterhalb des Grauner Berges und zweigen bald links in einen markierten Steig ab (auf ca. 2320). Dieser führt uns steil empor zum Grauner Berg und seinem Wetterkreuz (2556 m).  Nun geht es kurz in eine kleine Senke und links abwärts in den breiten, steinigen Kessel des Klapoarer Loches. Wir durchqueren ihn in nordwestlicher Richtung, erreichen den sehr steilen Südosthang der Klopaierspitze und steigen die anfangs mit Schutt gefüllten Rinne (auf Steinschlag achten) empor. Bald wird das Gelände felsiger. Wir erklettern eine mit Fixseil gesicherte Passage (IIer), gelangen auf den kurzen, luftigen Schlussgrat und stehen schließlich am Gipfel der Klopairspitze (2914 m). Am Eisenkeuz genießen wir eine aussichtsreiche Rast. Der Blick schweift hinunter zu den beiden Seen und über die unzähligen Berge der Umgebung: Ortlergruppe im Süden, Ötztaler Alpen im Osten und Silvretta im Westen.
Dann treten wir den Rückweg an. Vorsichtig folgen wir der Rinne abwärts, durchqueren den Kessel, steigen zum Grauner Berg auf und wandern nun über die Markierung Nr. 5 hinunter zur Roßboden Alm (2364 m). Von hier geht es rechts über den Forstweg (Nr. 5a) zurück zum Auto.

Höhenunterschied: 1300 m
Länge: insg. 16, 3 km
Gesamtgehzeit: 6 bis 7 Stunden
Wanderkarte: Tabacco Nr. 43 Vinschgauer Oberland, 1:25.000

Anfahrt: Meran - Schlanders - Mals i. Vinschgau - Graun i. Vinschgau
Kurz hinter der Ortschaft Graun, unterhalb des Arlund-Hofes, geht es rechts in Richtung "Klopairhof" ab. Nach etwa 300 Meter zweigen wir wieder rechts ab, folgen dem Forstweg bis zur nächsten Weggabelung, halten uns hier erneut rechts und parken gleich dahinter am Durchfahrtsverbotsschild (ca. 1700 m).

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Über den Forstweg geht es ...
... an einem See und einer Almhütte vorbei
Über einen Steig wandern wir ...
... mit herrlichen Blicken auf die Langtauferer Berge ...
... und Elferspitze ...
... zum Grauner Berg, 2556 m
Die Klopaierspitze (rechts) und die Engadiner Berge (links)
Wir gelangen in eine kleine Senke ...
... und wandern abwärts in den Kessel unterhalb der Klopaierspitze
Wolkenmeer
Im Kessel des Klapoarer Loches
Das Zuhause dutzender Steinböcke
*wunderbar*
Wir steigen durch die sehr steile Rinne empor
In Serpentinen geht es nach oben
Heute ist die Rinne mit Schnee bedeckt
Im oberen Teil wird sie felsiger
Trittsicherheit ist hier Voraussetzung
Die IIer Stelle ist mit einem Fixseil versehen
Panoramablick am Gipfel
Blick nach Nauders und Silvretta
Die nahe Plamorderspitze
Ortlerblick
Reschensee und Haidersee
Abstieg in den Kessel
Vom Grauner Berg geht es über die Rossböden ...
... hinunter zur Rossbodenalm (2364 m) - Blick auf die Weißseespitze

Kommentare:

Michael Lahl hat gesagt…

Die Klopaier Spitze ohne Helm zu besteigen, (wenn ihr schon wisst, dass die Gefahr von Steinschlag besteht) ist schon außerordentlich, ich bin sprachlos über so viel Selbstüberschätzung!!! Ihr seid schon ganze Helden......

magdalena hat gesagt…

Hallo Michael,
naja, normalerweise würde ich dir absolut recht geben - aber in diesem Fall war die Situation doch nicht so klar. Dass sich die Rinne als potentiell Steinschlag gefährdet präsentiert, wussten wir vorher nicht. Außerdem hat sich die Rinne bei unserem Aufstieg großteils eisig und schneebedeckt gezeigt - so war in dem Moment die Steinschlaggefahr nicht gegeben. Trotzdem aber finde ich es notwendig, im Blog auf solche möglichen Gefahren hinzuweisen, so dass jeder Bergsteiger vor Ort oder evtl. schon Zuhause eigenverantwortlich handeln und entscheiden kann. Hoffe damit, doch ein bisschen Held zu sein ;)
Liebe Grüße
Magdalena

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